CIRCUSBIENNALE BERLIN 15. - 31. Mai 2014

CB2014 took place at Haasestr.11 in 10247 berlin-friedrichshain on the areal of a former russian car workshop that has be constructed with new flat buildings directly after the festival.

In the first edition of CIRCUSBIENNALE in spring 2014, 15 performing companies and more than 50 professional and amatour performers from Germany, France, Spain, Serbia, Iran, Italy, England, Czech republic, Poland, Swiss, USA & Mexico took part and performed.

They are acrobats, aerial artists, sculptors, filmmakers, painters, costume designers, musician or urban artists. In and outside the circus tent and in the surrounding area, they were presenting bizarre spectacles and incredible performances, Installations, interactive projects and workshops for about 4000 spectators.

A big THANKS! to all invited artists, our amazing technical crew and all incredible people who made this festival possible. And a special thought to Dani.

CHARIVARI HASESTRASSE 2014 (eine Zuschauerin erzählt)

Das Gelände dass der Zirkus Charivari 2014 bespielte war der Hof und das Gebäude einer ehemaligen Autowerkstatt, an dessen einen Seite sich Garagen befanden, an einem Ende eine kleine Grünfläche und das Hauptgebäude, in dem sich eine große Garage befand und mehrere kleinere Büroräume. Das ganze Gelände war von einer Mauer gesäumt, die den Blick von Außen nicht zuließ. Dieses Hauptgebäude stand ziemlich zentral und wurde von außen mit Holz verkleidet und zu einem Schiff gestaltet. Ein riesiges mitten in der Stadt gestrandetes Schiff.

Das Publikum betrat das Gelände über einen labyrinthähnlichen Eingang, der keinen Blick zuließ. Sobald die Zuschauer die enge Eingangssituation bewältigt hatten standen sie auf dem betonierten Vorplatz des ehemaligen Autowerkstattgeländes und sahen zur linken das überdimensionale Schiffswrack und zur rechten das Zirkuszelt. Um das Zirkuszelt herum befanden sich einige Bauwagen und ein Kinderkarussell, hinter dem Zelt stand ein kleiner kubusförmiger Pavillion mit Blumenampeln, die auf bizarre Weise in den Kubus installiert waren, ein Erdhügel um den eine Performerin ein Tanztheaterstück spielte und die erste Garage, die den ZirkusmitarbeiterInnen als Abstellraum und Backstage diente. Die weiteren Garagen dienten als Kino, als Raum für schräge Fahrräder, die auf dem Vorplatz von den Gästen genutzt werden konnten, wenn es nicht zu voll war, als Cunt-Lab, einem Ort für Performances und Chill-Out-Area, einem Atelier für Schrott-Künstler und ganz am Ende wurde noch eine kleine Freiluftbühne aufgebaut. Unter dem Hauptgebäude befand sich zugänglich über eine Rampe ein weiterer Theaterraum, der für spirituelle Dunkelstücke verwendet wurde. Eine Geheimtür konnte von den ZirkusmitarbeiterInnen genutzt werden um das Hauptgebäude von hinten zu betreten, dort befanden sich auch einige Gästezimmer, und das Oberdeck des Schiffs, eine terrassenähnliche kleine Bühne, von der aus das gesamte Gelände überblickt werden konnte. An der Mauer, die direkt an der Straße verlief wurde direkt neben dem Eingang ein Holzturm gebaut, der auf dem Dach eines Souvenirstandes stand. Am Fuße des Turms befand sich eine weitere Aussichtsplattform, von der aus sowohl die Eingangssituation als auch das gesamte Gelände überblickt werden konnte. Der Turm wurde der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht, da er als optisches Bauwerk dienen sollte und nur von erfahrenen Kletterern zu besteigen war. An den Turm wurde ein riesiger Siebdruck mit einem Wachturm aus Mauerzeiten gehangen, der für ein irritatives Moment sorgte. Neben dem Souvenirstand gab es noch ein überdachtes,aber offenes Atelier, in dem eine Malerin ihre Bilder präsentierte und malte, auch eine Schneiderin hatte dort eine Nähmaschine abgestellt und eine Siebdruckerin druckte Charivari-Motive auf Textilien. Einige Meter weiter befand sich der Haupteingang des öffentlichen Bereiches der ehemaligen Autowerkstatt, dort wurde eine Kantine eingerichtet, in der Gäste und Zirkusmitarbeiter Essen bekamen und sich aufhalten konnten. Eine kleine Bühne gab es dort auch, dort spielten vorzugsweise kleinere Kompanien aus Platzgründen. Im hinteren Teil des Gebäudes gab es neben den Gästezimmern auch noch ein kleines Büro. Das Gelände mit dem weitläufigen Betonplatz wurde entweder aus den vielen kleinen Räumen bespielt, oder die Artisten nutzten den Platz und wanderten von Ort zu Ort. Wie es bei den Charivari-Shows üblich ist konnten die BesucherInnen im ersten Teil frei entscheiden wo sie sich unterhalten lassen wollten, beziehungsweise wo gerade etwas stattfand, wanderten sie von Spielort zu Spielort. Auf den Dächern der Garagen, die nicht sehr steil war traten einige Artisten mit Fahrrädern auf, auch eine kleine Feuershow fand dort statt. Eine mobile Technik ermöglichte es, fast alle Performances an fast jedem Ort aufzuführen, so kam es vor, dass während einer Show die Performer mit ihrem Publikum von einer Seite des Geländes zu einer Anderen wanderten. Das Finale war dann die große Show im Zirkuszelt. Dort traten alle Akteure noch einmal auf und das verbindende Thema war die Familienbande der Charivari`s.

Die Hasestraße war räumlich ein sehr weitläufiges Gelände, dadurch hatten viele bildende Künstlerinnen Raum für Installationen, Bauten und Arrangements. Im Laufe der Zeit wurde das Gelände immer bunter und reichhaltiger dekoriert.

Die einzige Veranstaltung die nicht unmittelbar auf dem Gelände der Hasestraße stattfand war die Zirkusparade. Eine bunt geschmückter Demozug mit kostümierten ZirkusmitarbeiterInnen, Zirkuskapelle, rollenden Unprunkwagen und Freunden.

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